Zeitschriften in bayerischen Schulen – Themenvielfalt im Klassensatz

Für Schüler ab Stufe 7 an Gymnasien, Haupt- und Berufsschulen in ganz Bayern stellen seit vier Jahren die bayerischen Zeitschriftenverleger ihre Publikationen kostenlos zur Verfügung. Weit über 30.000 Schüler nutzten bisher dieses Angebot. „Die Rückmeldungen sind positiv, die Nachfrage stetig gewachsen“, freut sich der VZB-Vorsitzende Dr. Klaus Driever. Rund zwei Drittel der VZB-Mitgliedsverlage beteiligen sich an dem Projekt mit gut 50 Titeln, darunter Publikums-, Fach- und konfessionelle Zeitschriften.
Begleitet wird das Projekt von der Stiftung Lesen. Projektleiterin Sabine Uehlein ist überzeugt: „Für viele Jugendliche ist die Lese-Hemmschwelle weit geringer, wenn statt eines dicken Buches eine Zeitschrift zu lesen ist“. Die Stiftung Lesen ist zentrale Anlaufstelle, aktualisiert ständig das Zeitschriftenangebot auf der Projekt-Website (www.zeitschriften-schule.de) und gibt die Bestellungen aus den Schulen an die Vertriebsstellen der Verlage weiter. Darüber hinaus erhalten die Lehrkräfte zu den bestellten Zeitschriften spezielles didaktisches Material für den Unterricht samt praktischen Kopiervorlagen und Lesetipps.
Unterstützt wird die VZB-Initiative vom Bayerischen Kultusministerium: „Die positive Resonanz hunderter von Klassen auf das bayerische Zeitschriftenprojekt hat in den vergangenen Jahren deutlich gemacht, dass mit diesem Projekt die Medienkompetenz der bayerischen Schülerinnen und Schüler deutlich weiterentwickelt werden konnte“, bestätigte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in einem Brief an die Schulen. Der bayerische SPD-Bildungspolitiker Hans-Ulrich Pfaffmann plädierte sogar für die Förderung eines flächendeckenden Einsatzes von Zeitschriften zur Leseförderung in allen Schularten.
Die Aktualität und Nähe der in Zeitschriften aufgegriffenen Themen wirkt sich positiv auf das Leseverhalten gerade von lesefernen Jugendlichen aus (*1) und Schulabgänger finden in Fachzeitschriften Orientierung für die Berufswahl.

Was haben die Verlage von Ihrem Engagement?
Zeitungen und Zeitschriften stoßen nach wie vor viele politische, gesellschaftliche und kulturelle Debatten an, sind deshalb für die Demokratie unverzichtbar unterstreicht die „Nationale Initiative Printmedien“ (*2).
Neben dem bildungspolitischen Nutzen für die Gesellschaft sehen die Verlage auch den wirtschaftlichen Nutzen: Zeitschriftennachwuchs regeneriert sich nicht von selbst. Lesende Schüler sind die Kunden von morgen.

Kontakte nutzen - Informationen weitergeben
Um die Teilnahme am Projekt „Zeitschriften in bayerischen Schulen“ für Verlage noch effektiver zu machen, gibt es auf der Projekt-Website neue attraktive Funktionen und Services. Unter der Rubrik „Verlagsporträt“ können Verlage sich und weitere schulaffine Angebote und Aktivitäten vorstellen oder auf die Erscheinungstermine von speziellen redaktionellen Beiträgen hinweisen. Darüber hinaus ist es möglich, dass die Stiftung Lesen mit einem unregelmäßigen Newsletter die Schulen über aktuelle Veranstaltungen und Projekte der Verlage informiert.
Verlage können jederzeit in das Projekt einsteigen. Dazu ist das Anmeldeformular auf der VZB-Website auszufüllen und an den VZB zu senden. Die Teilnehmer erhalten dann eine Mustervorlage für Zeitschriften- und Verlagsporträt. Ist das Kontingent der zur Verfügung gestellten Zeitschriften aufgebraucht, können die Verlage aus dem Projekt aussteigen oder das Kontingent erneut auffüllen – worüber sich alle am Projekt Beteiligten sehr freuen würden. Ein herzlicher Dank gilt allen Verlagen, die unsere Intitiative unterstützen!

*1) Studie der Stiftung Lesen: „Zeitschriftenlektüre und Diversität“, Juni 2011
*2) NIP, ein Zusammenschluss von Politik, Verleger- und Journalistenverbänden, Pressegroßhändlern und Einrichtungen der Leseförderung. Quelle: Thesenpapier; www.nationale-initiative-printmedien.de

Zur Projekt-Website

"Zeitschriften in bayerischen Schulen"

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